Trading-Psychologie 7 Min
Verlustaversion und Bestätigungsfehler
Zwei Denkfehler, die fast jeder hat – und die sich messen lassen.
Verlustaversion (Loss Aversion)
Ein Verlust von 100 € schmerzt etwa doppelt so stark, wie ein Gewinn von 100 € Freude bereitet. Die Folge: Gewinne werden zu früh mitgenommen, Verluste zu lange laufen gelassen – genau das Gegenteil dessen, was funktioniert.
Bestätigungsfehler (Confirmation Bias)
Hast du dich einmal für eine Richtung entschieden, nimmst du bevorzugt Informationen wahr, die dazu passen. Der Chart wird so lange umgeschaltet und der Indikator so lange gewechselt, bis irgendetwas die eigene Meinung stützt.
So sieht Verlustaversion im Journal aus
Ø Gewinn 40 €, Ø Verlust 130 €, Trefferquote 68 %. Sieht nach einem guten Trader aus – ist aber ein Verlustsystem: (0,68 × 40) − (0,32 × 130) = 27,2 − 41,6 = −14,4 € pro Trade.
Gegenmaßnahmen
- Ziel und Stop vor dem Einstieg festlegen und danach nicht mehr verschieben – außer zu deinen Gunsten (Nachziehen des Stops).
- Vor dem Einstieg aufschreiben, was dich widerlegen würde. Tritt es ein, ist der Trade beendet.
- Analyse immer in derselben Reihenfolge und mit denselben Timeframes – nicht so lange wechseln, bis es passt.
QuizFrage 1 von 1
0 richtigØ Gewinn 40 €, Ø Verlust 130 €, Trefferquote 68 %. Was ist das?
Begriffe aus dieser Lektion
- Verlustaversion
- Verluste wiegen psychologisch schwerer als gleich große Gewinne.
- Confirmation Bias
- Neigung, nur bestätigende Informationen wahrzunehmen.
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