Trading-Psychologie 8 Min

Revenge Trading und Overtrading

Wie aus einem normalen Verlust ein schlechter Tag wird.

Revenge Trading beginnt harmlos: Du verlierst einen Trade, der eigentlich hätte funktionieren müssen. Der nächste Trade soll das ausgleichen. Also wird die Position etwas größer, der Stop etwas enger, die Analyse etwas kürzer.

Das Muster ist so verlässlich, dass es sich im Journal messen lässt: Trades direkt nach einem Verlust haben bei den meisten Anfängern eine deutlich schlechtere Trefferquote und eine größere Positionsgröße.

Overtrading
Zu viele Trades in zu kurzer Zeit. Meist aus Langeweile, aus dem Wunsch, „etwas zu tun“, oder als Reaktion auf Verluste. Overtrading erhöht vor allem die Kosten und die Fehlerquote – nicht den Gewinn.

Mechanische Regeln, die wirklich helfen

  1. 1Nach zwei Verlusten in Folge: 30 Minuten Pause, Bildschirm aus.
  2. 2Nach drei Verlusten oder −3 % am Tag: Handelstag beendet.
  3. 3Maximale Anzahl Trades pro Tag festlegen – zum Beispiel fünf.
  4. 4Positionsgröße darf nach einem Verlust nie erhöht werden.
Praxis-Tipp
Schreibe diese Regeln auf ein Blatt und lege es neben den Bildschirm. Das klingt banal, wirkt aber – weil du im emotionalen Moment nicht neu entscheiden musst, sondern nur ablesen.
QuizFrage 1 von 2
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Welche Regel hilft am besten gegen Revenge Trading?

Begriffe aus dieser Lektion

Revenge Trading
Versuch, einen Verlust sofort durch einen neuen Trade auszugleichen.
Overtrading
Deutlich mehr Trades als der Plan vorsieht.
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